Im August 2004 trat das erstmals novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2004) in Kraft. Seitdem erhalten Betreiber von Palmöl-BHKW-Anlagen eine EEG-Vergütung, die sich aus Grundvergütung sowie mehrere Boni zusammensetzt. Hierzu gehört unter anderem ein Bonus bei Nutzung nachwachsender Rohstoffe gemäß der EEG-Definition (§8 EEG 2004) in Höhe von bis zu 6 Cent je kWh sowie ein Bonus bei Nutzung der anfallenden Wärme in Höhe von bis zu 2 Cent/kWh. Ein weiterer Bonus in Höhe von 2 Cent/kWh würde bei Nutzung innovativer Technologien gewährt werden, was aber bei Nutzung von Verbrennungsmotoren nicht der Fall ist.

Im Juni 2008 wurde die zweite Novellierung des EEG im Bundestag beschlossen. Das neue EEG (EEG 2009) trat am 01.01.2009 in Kraft und enthält für bestehende und neue Palmöl-BHKW etliche neue Bestimmungen. Gegenüber dem EEG 2004 hat sich das neue EEG 2009 hinsichtlich seines Komplexitätsgrades noch einmal verstärkt. So werden die gesetzlichen Paragraphen im EEG 2009 durch Anlagen weiter spezifiziert. Die Gesetzesnovelle des EEG enthält sowohl positive Aspekte, wie die Erhöhung des KWK-Zuschlags von 2 auf 3 Cent und die Gewährung einer höheren Grundvergütung für BHKW-Anlagen bis 150 kW (11,67 Cent/kWh) als auch Restriktionen insbesondere für Palmöl-BHKW. Diese Restriktionen betreffen den KWK-Bonus, für den nun eine Positiv- und Negativliste für die Wärmenutzung existiert. Außerdem wird der Bonus für nachwachsende Rohstoffe für Neuanlagen nur noch bis zu einer elektrischen Leistungsgröße von 150 kW gewährt.

In Bezug auf die Nutzung flüssiger Biomasse wurde im Juli 2009 außerdem eine Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung beschlossen. Diese regelt die Anforderungen an die Herstellung flüssiger Biomasse, an die Treibhausgasminderung bei der Stromerzeugung aus flüssiger Biomasse, das Verfahren und die Nachweispflichten sowie die Einrichtung eines Anlagenverzeichnisses. Wichtig zu wissen ist insbesondere
- dass die Nachhaltigkeitsverordnung für alle Pflanzenöle gilt
- und auch der Grundvergütungsanspruch nach dem EEG nicht gewährt wird, wenn die Anforderungen der Nachhaltigkeitsverordnung nicht erfüllt werden.

Die Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung weist im Jahr 2010 eine Übergangsregelung auf und tritt am 01.01.2011 endgültig in Kraft. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter www.biomassestrom-nachhaltigkeitsverordnung.de.


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